Die Träger der Ehrenorden der 
Bedburger Narrenzunft von 1886

Diese herausragende Auszeichnung wurde im Jahr 1968 ins Leben gerufen.

Sie wird in jeder Session nur einmal verliehen - und zwar einem Mitglied, dass sich um die Zunft in besonderer Weise verdient gemacht hat.

Der Entwurf des "Großen Ordens" stammt vom früheren Zunft-Designer und Vize-Präsidenten Jean Havenith. Die Ausarbeitung geht auf den Goldschmied und Ehrenzunftmeister der BNZ – Conrad Wilbertz – zurück.

Diese Kurzchronik der Ordensträger wurde zusammengestellt aus Jahrbüchern, Chroniken und weiteren Unterlagen von Zunftschreiber Heribert Latz, später fortgesetzt von Zunftschreiber Walter Correnz.

 

 

Hans Wolf

1968 – Hans Wolff †

Einer der originellsten und beständigsten Büttenredner der Zunft. Er trat bereits 1926 unserer Gesellschaft bei.

Unmöglich erscheint es, alle Typen, die Hans verkörpert hat, hier aufzuführen. Er war es, der den echten Bedburger Klaaf hielt und dafür ständig seinen Beifall einheimste.

In einer Notiz des "Erft-Boten" hieß es einmal: "Es würde genügen, wenn Hans Wolff auftritt und wieder abgeht – er hätte bereits das Publikum begeistert!"

Heini Wolter

1969 – Heini Wolter †

Heinrich Wolter trat im Jahr 1926 der Zunft bei.

Er wirkte u.a. als Hoppeditz und als Gruppendarsteller mit. 1936 wurde er Zunftmeister und gehörte damit zum engeren Rat der BNZ. In der Session 1950/51 verkörperte er mit Erfolg die Rolle des "Prinzen Karneval".

Ab 1961 führte er als 1. Vorsitzender die Zunft bis zu seinem Tode am 29. Februar 1972. 

Hermann-Josef Robertz

1970 – Hermann-Josef Robertz †

Inspizient der BNZ. "Dä Lang" wie man ihn auch mit Hochachtung nannte, war ein nie versagender Motor, wenn es um die Zunft ging.

In der Session 1936/37 wurde er Mitglied und bewährte sich sofort als Büttenredner. Als "Kegeljong" gab er sein Debüt.

Dann aber konzentrierte er sich stärker um die Arbeit im Hintergrund. Er entwickelte vor allem die Ideen für die "Gruppen" und führte meisterlich Regie.

Saaldekoration, Wagenbau, Gesamtgestaltung der Karnevalszüge, das war sein Metier. Alles klappte – selbst wenn in letzter Minute improvisiert werden musste.

Er verstarb, viel zu früh, im Jahr 1970.

Matthias Lammet

1971 – Matthias Lammet †

Einer der herausragendsten Persönlichkeiten, die das Gesicht der Zunft je prägten.

Geboren in Köln – aufgewachsen im Eigelsteinviertel – Musikstudium – Prüfung als Kirchenmusiker und staatlich anerkannter Musiklehrer – Organist an St. Lambertus. Der Narrenzünftler – Eintritt im Jahr 1947 – Einstieg als BüttenrednerIdeengeber und Berater in allen Zunftfragen – In den Folgejahren Komposition von vielen über Bedburg hinaus erfolgreichen Marsch- und Walzerliedern, die er zunächst auch selbst interpretierte.

Gründung der "Ätherwellers" – daraus gingen die "Schloßsänger" hervor – Sie waren mit ihren Parodienpotpourris über Jahrzehnte ein in den BNZ-Sitzungen nicht wegzudenkender Programmpunkt.

Matthias Lammet schrieb bis zum seinem Tod im Jahr 1983 nahezu 100 Karnevalslieder. Die Uraufführung seiner der BNZ von 1886 zum 100-jährigen Bestehen gewidmeten "St. Lambäätes Mess" konnte er leider nicht mehr erleben.

Für sein unermüdliches Wirken und Schaffen erhielt er zahlreiche Orden und Auszeichnungen.

Hugo Piel

1972 – Hugo Piel †

Seit 1926 war er Mitglied der Zunft und wirkte immer aktiv als Büttenredner, Parodist und Duettist.

Immer waren seine Vorträge gewürzt mit geistreichen Pointen und köstlichen Liedparodien. Er verfügte über eine hervorragende Tenorstimme und sang deshalb selbstverständlich später auch bei den Schloßsängern mit.

In der Session 1951/52 wurde er Präsident der Zunft und damit Nachfolger von Wilhelm Schopen. Seine Amtszeit, in der er auch einige Krisen der Zunft zu meistern hatte, dauerte bis 1957.

Nach seinem Rücktritt ernannte ihn die Zunft zum Ehrenpräsidenten.

Hugo Piel verstarb im August 1979.

Jean Havenith

1973 – Jean Havenith †

Ein Mann der ersten Stunde nach dem 2. Weltkrieg. Schon in der Session 1946/47 wurde der im Jahr 1915 Geborene in der Zunft aktiv – und wie! Er war ein ausgesprochenes Multitalent, agierte in Gruppen, als Büttenredner und präsentierte in losen Abständen seine vielbejubelte "Moritat".

Die "Moritat" war ein bebilderter Gesangsvortrag, oft mit lokalem Anstrich, dessen Kehrreim stets vom Publikum mitgesungen wurde. Ob seiner zahlreichen Aktivitäten wählte man Jean Havenith im Jahr 1957 zum Vizepräsidenten. Dieses Amt übte er bis zu seinem 70. Lebensjahr mit vollem Einsatz aus.

Als begabter Grafiker zeichnet er verantwortlich für die Entwürfe zahlreicher Orden und Ehrenzeichen. Die 1948 entstandene Präsidentenkette, das Präsidentenzepter und das "Silberne Buch" gehen auf seine Ideen zurück.

Aufgrund seiner Kreativität wurde er auch mit der Leitung des Gremiums für das 100-jährige Bestehen der BNZ beauftragt.

Wie wurde es einmal sehr treffend in einer Laudatio beschrieben: "Wer brengk die Saach ot jot zu Eng? – Schäng!"

Jean Havenith verstarb am 01. August 1990.

Heinrich Hamacher

1974 – Heinrich Hamacher †

Als Funke betrat Heinz Hamacher erstmals im Jahr 1938 die BNZ-Bühne.

Im Jahr 1947 war er wieder dabei, seinem Temperament entsprechend, als Tanzoffizier. Bis zum Jahr 1960 wirbelte er mit seinen Mariechen zwischen den Funken. Die Zunft beförderte ihn 1961 zum Kommandanten der Stadtwache und 1968 zum Funkengeneral.

Damit sind seine Aktivitäten aber nur zum Teil beschrieben. Er war Akteur in den legendären Gruppen der BNZ und natürlich über lange Jahre in den Reihen der Schloßsänger als 2. Baß unverzichtbar. Seine Art, trockenen Humor Menschen näher zu bringen, wird denen, die ihn noch kannten, unvergessen bleiben.

Rudi Göritz

1975 – Rudi Göritz †

Er trat 1952 in die BNZ ein und wurde Offizier der Stadtwache.

Sein Gefühl für Zahlen und sein konsequenter Umgang mit Geld prädestinierten ihn zum Kassierer und 1961 zum Schatzmeister. Man kann ohne Zweifel sagen, er brachte die BNZ mit seiner Kassenführung wieder in geordnete Verhältnisse. Sein sprichwörtlicher "Eiserner Daumen" und seine Gewissenhaftigkeit führten aus dem finanziellen Tief.

Diese Eigenschaften von Rudi Göritz schätzte auch Gustav Heidemann. Kein Wunder, dass er ihn im Jahr 1966 zu seinem pflichtbewussten Prinzenführer bestellte.

Aus gesundheitlichen Gründen gab Rudi Göritz das Amt des Schatzmeisters in der Session 1977/78 ab.

Er blieb der Zunft aber bis zu seinem Tod im Jahr 1990 treu verbunden.

Alfred Ruland

1976 – Alfred Ruland †

Dem Lebenswerk dieses Mannes in gebotener Weise gerecht zu werden, sprengt eigentlich den Rahmen dieser Chronik.

Als 20-jähriger wurde Alfred Ruland im Jahr 1932 Mitglied der Zunft. Zwei Jahre später gründete sich die Stadtwache, die stets seine Vorliebe bleiben sollte.

Der damaligen Sitte entsprechend wurden auch die Tanzmariechen von jungen Männern dargestellt. Seine Sportlichkeit und sein Charme prädestinierten ihn für diese Aufgabe, die er bis zum Jahr 1939 ausfüllte.

Trotz schwerer Verwundung scheute er sich nach dem 2. Weltkrieg nicht, die Stadtwache wieder mit aufzubauen und das Amt des Kommandanten zu übernehmen. Sein mannigfaches Talent brachte ihn in der Zunft auch zu anderen Aufgaben. Ob als Solist, in Duetten oder Trios, als Tenor in den Schloßsängern, überall stand er erfolgreich seinen Mann. Als Zunftmeister war er allein 20 Jahre lang in unserem Elferrat aktiv.

Im Jahre 1972 verlieh hm die Zunft den Titel des Ehrenkommandanten. Stets war Alfred Ruland in diesem Ehrenamt um das Wohl der Funken und Fanfaren bemüht.

Zum 50-jährigen Bestehen der Stadtwache, im Jahr 1984, stiftete er dem (seinem) Korps jene Standarte, die bis heute bei jedem ihrer Auftritte vorangetragen wird.

Für seine großen Verdienste, auch im politischen und sozialen Bereich, wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Alfred Ruland verstarb am 09. September 1999.

Ernst Schopen

1977 – Ernst Schopen †

Es ist nicht einfach über jemanden zu schreiben der selbst (fast) alles geschrieben hat.

Ernst Schopen füllte seine selbst gewählte Funktionsbeschreibung als "Zunftschreiber" nahezu ein halbes Jahrhundert mit Leben. Er, Sohn des BNZ-Präsidenten Wilhelm Schopen, trat der Zunft 1946 bei. Schon in der Session 1947/48 wird er als Liederdichter genannt. Unter dem Einfluss von Matthias Lammet folgten eine Reihe von sessionsbezogenen Liedern mit viel Lokalkolorit.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit ergab sich auch mit Zunftdesigner Jean Havenith. Manche Aufführungen der "Gruppen" sind noch heute Legende.

Organisatorische Dinge, ohne die es selbst im Karneval nicht geht, waren ihm nicht fremd. Prägende Arbeit an der BNZ-Satzung und der Zunftordnung tragen deutlich seine Handschrift. Höhepunkt seines Wirkens für die Bedburger Narrenzunft ist zweifellos die Chronik zum 100-jährigen Bestehen der Gesellschaft. Dieses über 200 Seiten starke Werk, das alle Facetten unserer KG von der Gründung bis zur Gegenwart beleuchtet, darf und muss als ein Zeitdokument der Bedburger Stadtgeschichte angesehen werden.

Ernst Schopen arbeitete mit Vorliebe im Hintergrund, dort aber um so intensiver. Der Bund Deutscher Karneval zeichnete ihn im Jahr 1997 für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Goldenen Verdienstorden aus.

Er verstarb am 02. März 2000. 

Winand Förster

1978 – Winand Förster †

Schon seit 1952 ist Wienand Förster Mitglied unserer Gesellschaft. In die Bütt stieg er zum ersten Mal 1956. Aber seine Darbietungen waren nicht vergleichbar mit denen anderer Vortragskünstler. Er beherrschte seine Muttersprache. – "Dä kunnt wireklich noch Platt kalle" – und zwar in einer so unverfälschten und heimattreuen Art, dass einem allein schon davon die Freudentränen in die Augen kommen konnten.

Wer das Vergnügen hatte, mit "Wippes" in den  Proben zu den BNZ-Gruppen zusammen zu arbeiten, wird diese Stunden nie vergessen. Durch seine unnachahmliche Art war es ihm gegeben, selbst im schlimmsten Probenstress mit einer einzigen Bemerkung alle Probleme einfach wegzufegen. Er war durchaus in der Lage, die gesamte Gruppe zu tragen.

Die Zunft beförderte ihn zum Zunftmeister und ernannte ihn 1958 zum 2. Vizepräsidenten. Als sich 1970 in seinem Wohnort Bedburg-Rath die KG "Rather Karnevalsfreunde" gründete, wurde er dort natürlich auch aktiv.

Aus Zeitgründen zog er sich allmählich aus der BNZ-Arbeit zurück, ist aber bis heute förderndes Mitglied der Gesellschaft.

Gustav Heidemann

1979 – Gustav Heidemann †

Eintritt in die Zunft 1947. Akteur in mehreren Gruppen, Fahnenoffizier und Standartenträger. 1959 Ernennung zum Zunftmeister. Geschätzter Damenredner in den Jahren 1960–1964.

Erfüllung eines karnevalistischen Traumes: Seine Rolle als Prinz Gustav I. im Jahr 1966. Von 1967–1980 1. Geschäftsführer der Zunft. Ernennung zum Ehrenzunftmeister im Jahr 1982.

Auszeichnung mit dem Verdienstorden in Gold des Karnevalsverbandes Rhein-Erft im Jahr 1996. 

Hans Koenigs

1980 – Hans Koenigs †

Dienstantritt im Jahr 1951 als Funke der Stadtwache, dort später Fahnenoffizier. Sein gesangliches Talent nutzte er für Auftritte als Krätzchensänger und als Bassist bei den Schloßsängern, deren Baas er ab JJJJ bis zum Schluss der aktiven Zeit dieser Gruppe war.

Außer in der "Bütt" war er  in fast allen Rollen zu Hause, welche die karnevalistische Bühne zu bieten hat.

Doch auch hinter den Kulissen machte er sich unentbehrlich, ob beim Saalbau, der Dekoration oder bei Transporten. 1961 wurde er Leiter des Funkenkorps und Adjutant der Stadtwache. Im Jahr 1978 löste er Willi Ludwig im Amt des Kommandanten der Stadtwache ab. Diese Position hatte er bis zum Abschluss der Jubiläumssession 1985/86 inne. 

Willi Ludwig

1981 – Willi Ludwig †

Die erste Aufgabe des 1962 in die Narrenzunft eingetretenen Willi Ludwig war der Aufbau eines Fanfarenkorps, dessen Leiter er dann auch bis zum Jahr 1979 blieb.

Sein Organisationstalent und sein gesundes Selbstbewusstsein ließen ihn geeignet erscheinen, hohe Ämter in der Stadtwache zu bekleiden. So wurde er von 1968 bis 1978 Kommandant der Stadtwache. In diesen Zeitraum fallen ebenfalls die Ernennung zum Zunftmeister (1974) und die Beförderung zum Funkengeneral (1976). Ab 1980 wechselte er in den Rotrock und war Elferratsmitglied.

Sein musikalisches Talent beschränkte sich aber nicht auf das Blasen einer Fanfare. Seine Stärke lag eigentlich im Spiel des Akkordeons. Dieses nutzte er als Begleitinstrument in verschiedenen Gesangsgruppen, wie den Bajazzos, den Köbessen und den umwerfenden Maatwievern. (Unvergesslich: "Et Fritzche")

Arno Clemens

1982 – Arno Clemens †

Schon 1948 trat Arno Clemens in die Narrenzunft ein. Er begann als Funke der Stadtwache, in der er später Offizier wurde. Als Akteur in verschiedenen Gruppen stand er ebenfalls auf der Bühne. Seine klare Tenorstimme verhalf ihm zu vielen Auftritten bei den Ätherwellers und deren Nachfolgegruppe, den Bedburger Schloßsängern.

Für seinen Freund und Kegelbruder Hans Schievenbusch übernahm er im Jahr 1961 das Amt des Prinzenführers. Aber neben diesen, sagen wir einmal sichtbaren Aktivitäten, wirkte er viel im Hintergrund. Er bekleidete in der BNZ die Positionen eines Schriftführers und eines 2. Geschäftsführers. Von 1976 bis 1987 war er der stellvertretende Vorsitzende unserer Gesellschaft. 

Zum 111-jährigen Jubiläum unserer Gesellschaft zeichnete ihn der Karnevalsverband Rhein-Erft mit dem Goldenen Verdienstorden aus.

Hans Peter Wolter

1983 – Hans Peter Wolter

Zum 65-jährigen Jubiläum der Zunft, im Jahr 1951, begann Hans Peter Wolter seine Laufbahn in der BNZ.

In der Stadtwache diente er sich vom Funken zum Offizier und für kurze Zeit sogar zum Kommandanten hoch. Der erste Bühnenauftritt als Akteur, in einem Quintett welches sich die "5 Hemde" nannte, musste von den damaligen Zunftmächtigen noch für "bühnenreif" erklärt werden.

Er war in vielen Rollen auf der BNZ Bühne zu sehen. Ob als Büttenredner, Duettist, Gruppenspieler, Bänkelsänger oder als langjähriges Mitglied der Schloßsänger, stets war er präsent und erfolgreich. Die BNZ nutzte diese Erfahrungen und wählte ihn 1968 zu Vizepräsidenten.

Von 1973 bis 1989 wählte ihn die Zunft zu ihrem Präsidenten, dabei blieb er stets sein eigener Programmgestalter. Die Zunft ernannte ihn 1989 zu ihrem Ehrenpräsidenten.

Für seine Verdienste um das Brauchtum wurde er 1997 mit dem Verdienstorden in Gold des Karnevalsverbandes Rhein-Erft ausgezeichnet.

Josef Heiartz

1984 – Josef Heiartz †

Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stieß Josef Heiartz zur Bedburger Narrenzunft.Als Funke der Stadtwache begann er seine karnevalistische Laufbahn.

Für seine Aktivitäten, er war stets ein unterhaltsamer Motor mit guten Ideen, ernannte ihn die BNZ zum Zunftmeister. Seine Fähigkeit als Tenor nutzend, sang er viele Jahre bei den BNZ-Schloßsängern. In der Session 1982/83 wählte die Gesangsgruppe "Flitz" wie sie ihn ob seinem Temperament und Eifer nannten, zu ihrem Baas.

Legendär ist ein Versprecher aus einer Gruppe: "Kommt Rad(t), kommt Zeit"

Leo Noppeney

1985 – Leo Noppeney

Der im Jahr 1919 geborene Leo Noppeney kam im Jahr 1948 zur Narrenzunft. Seine erste Funktion war die eines "Hoppeditz". Kurz darauf wechselte er als Funke zur Stadtwache und wurde von 1951 bis 1954 ihr Adjutant.

Zwei Jahre später bekleidete er den Posten des Kommandanten. Diese Funktion übte er bis zum Jahr 1961 aus. Damit sind seine Leistungen für die BNZ aber noch nicht aufgezählt. Er wirkte als Akteur in verschiedenen Gruppen mit und nutzte seine stimmlichen Fähigkeiten. Als Tenor sang er viele Jahre in den Gesangsgruppen "Atherwellers" und den "Schloßsängern". Die Narrenzunft ehrte ihn mit dem Titel eines Ehrenzunftmeisters.

Für die großen Verdiente um seine Vaterstadt verlieh die BNZ dem inzwischen zum Ehrenbürger der Stadt Bedburg ernannten Leo Noppeney im Jahr 1993 die "Goldene Knolle".  Eine Auszeichnung, von der Zuckerfabrik gestiftet, die insgesamt nur siebenmal vergeben wurde.  

Max Reiners

1986 – Max Reiners †

Im Jubiläumsjahr der Zunft wurde, gegen die sonstige Gewohnheit, der "Große Orden" gleich zweimal verliehen. Den ersten der beiden Verdienstorden erhielt  Apotheker Max Reiners, der Schirmherr der Zunft. Zwei Jahre nach dem Unfalltod von Bertil Brunström, dem damaligen Schirmherrn der Stadtwache, kam es 1963 zur ersten Begegnung mit der BNZ.

Die Zünftler Hubert Clemens und Hans Schievenbusch hatten den Gedanken, Max Reiners das Amt des Schirmherrn schmackhaft zu machen. Seine Mutter half mit dem Satz: "Das bist du der Zunft und Bedburg schuldig." Er stellte sogleich eins klar mit dem Ausspruch: "Wenn ich etwas übernehme, dann tue ich es ganz! Ich werde Schirmherr der gesamten Zunft."

Sein Engagement für die Zunft war sprichwörtlich. Ob bei den jährlichen Schirmherrnessen oder den legendären Rosenmontagsfrühschoppen, hier traf sich die Kernmannschaft der Zunftfamilie zu langen, fröhlichen Festen. Dreißig Jahre, bis zum November 1992 füllte Max Reiners das Ehrenamt des Schirmherrn mit Leben. Man darf wohl sagen, er hat "seine" BNZ geliebt.

Max Reiners verstarb nach langer Krankheit am 19. Mai 2000.

Hans Schievenbusch

1986 – Hans Schievenbusch †

Die zweite Persönlichkeit, die zu 100-jährigen Bestehen der Zunft mit dem "Großen Orden" geehrt wurde, ist Hans Schievenbusch. Er hat wohl, wie kein zweiter, die Geschicke der Zunft nachhaltig geprägt.

Schon sein Einstieg in die Narrenzunft war bemerkenswert. Sein erstes Amt, welches er in der BNZ ausübte, war im Jahr 1961 die Rolle des Prinzen Karneval, als Prinz Hans I. Im Anschluss übernahm er für eine Session die Funktion des Vizepräsidenten. In diesem Zeitraum  wurde durch eine bedeutende Satzungsänderung neben dem Präsidium ein Vorstand für die Zunft installiert.

Der damalige 1. Vorsitzende, Heini Wolter, motivierte dann Hans Schievenbusch, die Aufgaben eines 2. Vorsitzenden zu übernehmen. So begann am 8. April 1962 eine Laufbahn, die in der Geschichte der Narrenzunft wohl einmalig sein dürfte. Nach dem Tod von Heini Wolter, im Jahr 1972 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden der Gesellschaft. In dieser Position blieb er 28 Jahre tätig, bis zum Jahre 2001.

Es würde zwangsläufig den Rahmen dieser Beschreibung sprengen, alle Verdienste und Leistungen aufzuzählen, die er für "seine" Narrenzunft erbracht hat. Eins ist aber sicher, er war  und ist für viele gestandene Zünftler ein Vorbild, vielleicht sogar ein väterlicher Freund. Sein Durchsetzungsvermögen, seine Gradlinigkeit und seine Umsicht waren der Garant dafür das es mit der BNZ langsam aber stetig aufwärts ging.

Für seine Karnevalistischen Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt neben dem "Großen Orden" der BNZ den "Verdienstorden in Gold" des Bundes Deutscher Karneval. Vom Karnevalsverband-Rhein-Erft erhielt er ebenfalls den höchsten Verdienstorden.

ie Narrenzunft ehrte den Bürger Hans Schievenbusch mit der "Goldenen Knolle" und bei seiner Verabschiedung am 14. September 2001 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der BNZ ernannt.

Sein Interesse an der Narrenzunft hat aber durch diese Ehrungen in keiner Weise gelitten.

Hans Schievenbusch verstarb am 29. Januar 2013.

Willy Martin

1987 – Willy Martin †

Schon bald nach dem Krieg, im Jahr 1949 wurde Willy Martin Mitglied der Zunft. Lange war er Akteur in den "Gruppen" einer Art Karnevalstheater und -revue mit eigenen Kräften.

Im Lauf der Jahre hatte er sich viele Verdienste für die BNZ erworben. Er stieg auf zum Vizepräsidenten und wurde 1969 Zunftmeister. Zwei Jahre später übernahm er eine völlig andere Aufgabe in der Gesellschaft.

Als aus der Versammlung die Idee entstand Kindersitzungen zu veranstalten, übernahm er spontan die Koordination zwischen der Lehrerschaft und BNZ. In bester Zusammenarbeit mit Rektor Heiner Leßmann, später stieß Günter Honold zu diesem Team, schaffte er es Jahr für Jahr, zwei Kindersitzungen auf die Beine zu stellen. Nach NN Jahren in dieser speziellen Aufgabe nahm Willy Martin aus gesundheitlichen Gründen etwas Abstand von seinem Posten.

Seine Aufmerksamkeit gehört aber nach wie vor dem Zunftgeschehen.  

Hubert Gatzen

1988 – Hubert Gatzen

Die Auftritte, die Hubert Gatzen auf der BNZ Bühne absolvierte, sind kaum zu zählen.

In der Session 2000/01 konnte er bereits sein 40-jähriges Jubiläum auf der BNZ-Bühne feiern. Damit darf man sagen, er ist der Aktive mit den meisten Dienstjahren in unserer Gesellschaft.

Sein Hobby ist nun einmal das Singen. Ob im gemischten Chor, (Kirchenchor an St. Lambertus) im Männerchor, (MGV Bedburg 1905 e.V.) oder bei der Narrenzunft, (Schloßsänger von 1960 bis 1997 und ab 1965 als Solist bis heute). Hubert Gatzen macht das Singen einfach Freude.

Dabei ist er in der Lage, diese Freude auch seinen Zuhörern zu vermitteln. Ob mit den Erfolgsliedern von Matthias Lammet oder heute mit Melodienreigen aktueller Karnevalsschlager, der "Singende Schuhmachermeister" eine Figur die er ab 1970 verkörpert, versteht sein Publikum in Stimmung zu bringen.

 

Lothar Michels

1989 – Lothar Michels

Seinen Einstieg in die Zunft gab Lothar Michels 1958 als Fahnenoffizier in unserer Stadtwache.

Ab 1960 war er lange Jahre als stimmgewaltiger 1. Tenor bei den Schloßsängern aktiv. Anfang der 60er Jahre führte er für drei Jahre die Tradition der "Damenrede" in den BNZ-Sitzungen  fort. Auch als Akteur in den "Gruppen" trat er mehrfach in Erscheinung. (Freiheitsstatue!)

Im Präsidium war er mehrere Jahre Literat und von 1982 bis weit in die 90er Jahre Vizepräsident der Gesellschaft.

Der Höhepunkt seiner karnevalistischen Aktivitäten war aber sicherlich die Rolle des Prinzen Lothar I. im ersten Dreigestirn der BNZ, zum 90-jähigen Bestehen der Zunft, 1976.

Seit 2003 ist er Mitglied unseres Offizierskorps.

Walter Bünnagel

1990 – Walter Bünnagel †

Über 25 Jahre gehörte Walter Bünnagel der Zunft an. Im Jahr 1966 wurde er Mitglied der BNZ.

Er wirkte mehr im Hintergrund, hatte aber stets Vorschläge, Anregungen und kreative Ideen. Er war lange Jahre Beisitzer im Vorstand und wurde 1979 Zunftmeister.

Im Jahr 1983 stieß er zu den "Pferdchen" einem über mehrere Jahre erfolgreichen Männerballett auf der BNZ-Bühne. Außerdem wirkte er in verschiedenen "Gruppen" mit.

Höhepunkt seiner Laufbahn als Karnevalist war sicherlich die Rolle des Prinzenführers im Dreigestirn der Jubiläumssession 1985/86. 

Viele Jahre machte er der Zunft und ihren Aktiven ein besonderes Geschenk. Zum Rosenmontagsfrühschoppen gab es traditionell eine kräftige Stärkung aus seinem Fleischerfachgeschäft.

Walter Bünnagel verstarb, viel zu früh, am 06. September 2000.

Horst von Danwitz

1991 – Horst von Danwitz

Die Stadtwache war seine erste Station in der Narrenzunft. Dort tanzte er im Jahr 1960 erstmals als Funke.

Er wirkte in verschiedenen "Gruppen" mit und stand auch in der Bütt seinen Mann.

Für mehrer Dreigestirne übernahm er die Rolle eines Verbindungsoffiziers oder eines Adjutanten.

Viele seiner Aktivitäten spielten und spielen sich aber hinter der Bühne ab. So war und ist er aktiv bei der Saaldekoration und dem Wagenbau. Über 20 Jahre stellte er bei den Sitzungen die Verbindung zwischen Präsident und "Außenwelt" sprich Arkadenhof her.

Er gehört zu den Mitgründern des BNZ-Offizierskorps.

Peter vom Berg

1992 – Peter vom Berg †

Seinen Weg zur Narrenzunft fand er im Jahr 1963. In der Stadtwache agierte er einige Jahre als Fahnenoffizier.

Heute ist er Ehrenmajor der Garde. Sein Hauptbetätigungsfeld war aber der Gesang. Als erster Tenor war er Sänger im Quartett mit Peter Jungbluth, Josef Heiartz und Willi Ludwig und im unvergessenen Trio (z.B. Maatwiever) musizierte er gemeinsam mit den beiden zuletzt genannten und feierte große Erfolge.

Lange Jahre war der Zunftmeister auch im Elferrat und bei den Schloßsängern aktiv.

Werner Uerlings

1993 – Werner Uerlings †

In der Session 1956/57 begann Werner Uerlings seine Laufbahn in der BNZ. Seine erste Aufgabe war, damals durchaus üblich, die Verkörperung des Hoppeditz. Wenig später trat er als wibbelnder Funke der Stadtwache bei.

Auch bei den "Gruppen" war er aktiv. Bei seiner Beweglichkeit verwundert es nicht, dass er später natürlich der sogenannten "Pferdchengruppe" angehörte. Dieser Gruppe entstammte bekannterweise das Dreigestirn der Jubiläumssession 1985/86. Diesem Trifolium diente er als ständiger Begleiter.

Bis heute verfolgt er aufmerksam das Geschehen in der Zunft. 

Peter Meuter sen.

1994 – Peter Meuter sen. †

Seinen Einstand bei der Narrenzunft gab Peter Meuter von 1961 – 1963 als Funke in der Stadtwache.

In den Jahren 1983 – 1989 war er als Geschäftsführer im Vorstand der BNZ tätig. Diesem Gremium gehörte er weiterhin als Beisitzer bis zum Jahr 2000 an. Danach wählte man ihn wohl wegen seines Durchsetzungsvermögens zum 2. Vorsitzenden.

Peter Meuter setzt seine Zielstrebigkeit  auch auf andere Weise für die Narrenzunft ein. Ihm ist es zu verdanken, dass bei einer größeren Sammlung genügend Geld beisammen kam, um dem ganzen Fanfarenkorps neue Instrumente anzuschaffen.

Der korrekte Umgang mit Finanzen und dem Terminkalender gehören auch zum Rüstzeug eines Prinzenführers. Diese Tätigkeit scheint ihm zu liegen.

In vier Kampagnen, den Jubelsessionen 1985/86 und 1996/97 und der durch die politischen Wirren entstandenen Doppelsession 1990/91/92 übte er dieses Amt mit Umsicht und Energie aus. Neben diesen Aufgaben fand er noch die Zeit, bei den BNZ-Pferdchen mitzuwirken.

Bis heute ist er aktiv im Offizierskorps der Gesellschaft. 

Norbert Jungbluth

1995 – Norbert Jungbluth

Im Alter von 20 Jahren gab Norbert Jungbluth in der BNZ sein Debüt, natürlich als Funke und als was für einer!

Seine Flexibilität lies ihn noch andere Aufgaben übernehmen, auch als Fanfarenbläser stellte er seine Musikalität unter Beweis. Zwischendurch machte er sogar einen (erfolgreichen) Ausflug in die Bütt.

In der Periode, als Rudi Göritz Schatzmeister der BNZ war, hatte man den Bankkaufmann Norbert Jungbluth zum 2. Kassierer gewählt und damit Weitsicht bewiesen. Durch Krankheit seines Vorgängers übernahm er zunächst kommissarisch und ab 1982 als gewählter Schatzmeister die neue Aufgabe.

Legendär ist seine Rede während einer Jahreshauptversammlung, die die anwesenden Narrenzünftler, den Tränen nahe, zu einer drastischen Beitragserhöhung veranlasste.

Weitere Höhepunkte: Hauptrolle in der Gruppe: "D´r Scheich kütt." Auftritte mit dem "Pferdchenballett" und natürlich die Verkörperung der Jungfrau im Jubiläumsdreigestirn (111 Jahre BNZ) der Session 1996/97.

Heute ist der Ehrenzunftmeister weiterhin aktiv in unserem  1998 gegründeten Offizierskorps.

Engelbert Heiartz

1996 – Engelbert Heiartz

Wie bei einem großen Teil der in dieser Rubrik aufgeführten Narrenzünftler, beginnt auch bei Bert Heiartz die Vereinszugehörigkeit mit der Aufnahme in das Funkenkorps. Dort wibbelte er jahrelang als Funke und stieg zum Tanzoffizier und Adjutanten auf. Seit 1987 ist er nun als dienstältester Kommandant der BNZ verantwortlich für die gesamte Stadtwache. Dieses Amt richtig ausgeübt, bringt schon genügend Arbeit und Streß mit sich.

Die Aktivitäten des Funkengenerals Bert Heiartz sind damit aber noch lange nicht erschöpft. So war er eine der Triebfedern für die Ausrichtung des sommerlichen Schlachtfestes (1979-1992). Mit auf seine Initiative zurück geht die Ausrichtung mehrerer Funkenbiwaks.

Seine handwerklichen Fähigkeiten und sein Organisationstalent stellte er bei vielen Aufgaben unter Beweis, u.a. beim Aufbau des Mannschaftswagens und in der letzten Zeit bei der Errichtung der neuen Fahrzeughalle.

Letztendlich ist er heute mit verantwortlich für die Organisation der BNZ-Karnevalsfete, einer der Höhepunkte im Programm jeder BNZ-Session.

Einen lang gehegten Wunschtraum erfüllte sich Bert Heiartz in der Session 2000/2001. Als Jungfrau "Bertina" verkörperte er die Lieblichkeit im Dreigestirn der Stadt Bedburg.

Hans Michels

1997 – Hans Michels

Seinen Einstand gab Hans Michels 1969 im Elferrat der Zunft. Über 10 Jahre vertrat er seine Gesellschaft im Festkomitee Bedburger Karneval.

Den ersten Höhepunkt seiner Laufbahn erlebte er als Prinzenführer des ersten Bedburger Dreigestirns in der Session 1975/76. Gestellt wurde dieses Trifolium vom Kegelklub "Schön Säu". Prinz war hier sein Bruder Lothar.

Das Männerballett, die "Pferdchen" jahrelang eine feste Institution auf der BNZ Bühne, konnte stets mit seiner Aktivität rechnen.

Bis 1986 war er 13 Jahre lang stellvertretender Schatzmeister in der Zunft und gehörte damit dem Vorstand an. Den Gipfel seiner karnevalistischen Aktivitäten sollte er in der Session 1985/86 erleben.

Im Jubiläumsdreigestirn verkörperte er seine Deftigkeit, den Bauer Hans. Er gehörte 1998 zu den Mitgründern des Offizierkorps, wo er heute noch aktiv ist.

Karl Schwarz

1998 – Karl Schwarz

Als Hoppeditz begann er im Jahr 1951. Dieses strapaziöse Amt nahm er zwei Jahre war.

Danach wirkte er in verschiedenen Rollen bei den BNZ - "Gruppen" mit. Erfolge hatte er in "Zwiegesprächen" (mit Partner H.P. Wolter) und als "Bänkelsänger" (Partner hier: Hans Koenigs). Etwa 25 Jahre sang er bei den Bedburger Schloßsängern.

Eine Session stieg er sogar als "Leidender Elferrat in die Bütt. Heute ist er im karnevalistischen Ruhestand. Doch verfolgt er weiterhin das Geschehen in der BNZ und ist Gast unserer Sitzungen.

Günter Honold

1999 – Günter Honold †

Im Jahr 1969 kam er durch Arno Clemens zur Narrenzunft. Sein Werdegang in der Gesellschaft hat mehrere Stationen. Zunächst war er im Elferrat aktiv.

In der Session 1973/74 wählte ihn die Versammlung zum stellvertretenden Geschäftsführer. Dieses Amt übte er über zwei Wahlperioden aus. Seit über 20 Jahren ist er nun Beisitzer im Vorstand.

In der Session 1997/98 stellte sich ihm eine neue Herausforderung. Willy Martin, der Organisator der Kindersitzungen war erkrankt, und es fehlte ein Ansprechpartner für die Schulen. Um sein Organisationstalent wissend, übertrug Hans Schievenbusch Günter Honold diese Aufgabe. Er bewältigt die Koordination dieser besonderen Jugendarbeit nun seit über 25 Jahren. Im Jahr 1989 wurde er in den Senat der Gesellschaft berufen. Dort hat er inzwischen die Position des Vizepräsidenten.     

Gerd Willkomm

2000 – Gerd Willkomm

Schon kurz nach seinem Eintritt in die Gesellschaft im Jahr 1976 übernahm Gerd Willkomm Funktionen als Beisitzer im Vorstand.

Sein erfolgreiches Debüt in der Bütt gab er in der Session 1981/82.

Aktivität zeigte er auch im Männerballett die "Pferdchen", dem er mehrere Jahre angehörte. Den Traum eines jeden Karnevalisten erfüllte er sich in der Session 1985/86. Im von den "Pferdchen" gestellten Jubiläumsdreigestirn brillierte er als Prinz Gerhard I.

Seine weitere Laufbahn führt ins Präsidium der Gesellschaft. Nach zwei Jahren als Vizepräsident übernimmt er in der Session 1988/89 das Zepter des Sitzungsleiters. Als Präsident ist er 13 Jahre, bis zum Jahr 2000 im Amt.

Aus gesundheitlichen Gründen muss er heute seine Aktivitäten etwas einschränken, Gerhard Willkomm nimmt aber weiterhin rege am Zunftgeschehen teil.

Edgar Ackermann

2001 – Edgar Ackermann †

Der Bedburger Narrenzunft trat Edgar Ackermann im Jahr 1978 bei. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Männerballetts, die "Pferdchen".

Zum 100-jährigen der Gesellschaft verwirklichte er sich den Traum eines jeden Karnevalisten. Er verkörperte im Jubiläumsdreigestirn ihre Lieblichkeit, Jungfrau Edgarda.

Nach dem Jubiläum wurde er in den Vorstand gewählt. 15 Jahre, bis zum Jahr 2001, übte er das Amt eines stellvertretenden Vorsitzenden aus. Heute ist er Beisitzer in diesem Führungsgremium und Aktiver im Offizierskorps der Stadtwache.

Hermann Trapp

2002 – Hermann Trapp

Seinen ersten Kontakt zur Narrenzunft, der er 1984 beitrat, hat er wohl in seinem Kegelklub "Lang Häls" bekommen. In diesem Klub frönen einige Zunft- und Vorstandsmitglieder einer weiteren Freizeitbeschäftigung.

Nach intensiver Überzeugungsarbeit durch seinen Vorgänger im Amt, Norbert Jungbluth, erfolgte 1987 seine Wahl zum Schatzmeister. Diese arbeitsintensive Aufgabe nimmt er nun in der sechsten Wahlperiode, also im 18. Jahr war.

Manfred Martin

2003 – Manfred Martin

Ehrenzunftmeister Willy Martin, auch Träger des Ehrenordens, brachte seinen Sohn Manfred im Jahr 1983 in die Zunft.

Nach der notwendigen karnevalistischen Einarbeitung im Elferrat wurde er im Jahr 1989 zu einem der stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Diese Position bekleidet er mit einer kurzen Unterbrechung bis zum heutigen Tag.

Neben dieser Funktion hat er aber noch weitere Betätigungsfelder. So kümmert er sich um den Kartenverkauf, ein sehr "dankbares Geschäft" und die Mitgestaltung der Sessionshefte. Dank seiner Überzeugungskraft ist der Zunftmeister auch in der Mitgliederwerbung erfolgreich.

Heribert Latz

2004 – Heribert Latz †

Einstieg in die Stadtwache der Narrenzunft als Funkenkoch in der Session 1971/72. Ein Jahr später erster Auftritt bei den Schloßsängern, denen er etwa zwei Jahrzehnte treu blieb.

Beförderungen in der Stadtwache bis zum Major. Ende der siebziger Jahre wurde er Elferratsmitglied und wenig später zum Zunftmeister ernannt.

Mehrere Jahre beschäftigte er sich im neu eröffneten Rittersaal bei den Sitzungen mit der Licht- und Tontechnik.

Er war BNZ-Verbindungsoffizier zu den Dreigestirnen der Sessionen 1985/86 (100 Jahre BNZ) 1987/88 (50 Jahre "Ritter") und 1990/91.

Im Jahr 1998 erfolgte seine Wahl zum Zunftschreiber als Nachfolger von Ernst Schopen. Damit ist er verantwortlich für den redaktionellen Teil der Sessionshefte. Wenig später die Übernahme der Aufgaben des Pressewarts und Archivars.

Höhepunkt seiner karnevalistischen Laufbahn, sein Amt als Prinzenführer in der Session 2000/2001.

Verfasser der Chroniken für die Sessionen 1985/86 und 2000/2001. Bei Bedarf macht er der BNZ am PC seine grafischen Fähigkeiten zu Nutze, z.B. für Orden und Urkunden.

Eric Schievenbusch

2005 – Eric Schievenbusch

Schon im Alter von 9 Jahren gehörte der Sohn unseres Ehrenvorsitzenden Hans Schievenbusch dem II. Knubbel, unserem damaligen Funkennachwuchs an. Das war im Jahr 1981. Drei Jahre später folgte zusätzlich sein Einstieg in das Fanfarenkorps der Narrenzunft.

Die Leitung und Einstudierung dieser Formation übernimmt er ab dem Jahr 1986. Daneben fungiert er einige Jahre als Beisitzer im Vorstand der BNZ.

Im Jahr 1999 gehört er zu den Initiatoren der erfolgreichen Karnevalsfete, die er bis heute mitorganisiert.

Eric Schievenbusch ist mit 34 Lebensahren der bisher jüngste Träger des BNZ-Verdienstordens. Bei der BNZ kann er aber im Jahr 2005 schon sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Paul Jaedtka

2006 – Paul Jaedtka

Mit einigen seiner Mitstreiter im Kegelclub "Lang Häls" trat Paul Jaedtka Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts in die BNZ ein und wirkte dort zunächst als Elferrat.

Bei dem langsamen Generationswechsel im BNZ-Vorstand nach dem Jubiläum hatte die Vereinsführung die Fähigkeiten Paul Jaedtkas längst erkannt. So wurde er zunächst stellvertretender Geschäftsführer und über drei Wahlperioden, bis 1998, Geschäftsführer der Zunft. Zeitweise fungierte er auch als Vizepräsident und Beisitzer.

Sein grafisches Talent nutzte die Gesellschaft bei Ordensentwürfen und Gestaltungsfragen.

Der Höhepunkt seiner karnevalistischen Laufbahn war die Verkörperung des Bauern im Dreigestirn der Stadt Bedburg zum 111-jährigen Bestehen der Zunft.

Wolfgang Titzer

2007 – Wolfgang Titzer

Seit 1984 ist Wolfgang Titzer Mitglied der Zunft. Er agierte hier zunächst als Rotrock und Elferratsmitglied.

Auch als persönlicher Adjutant und Begleitoffizier bei verschiedenen Dreigestirnen der Stadt Bedburg machte sich das Mitglied des Offizierskorps einen Namen. 

Herausragend ist aber die Arbeit bei Entwurf und Gestaltung der großen Festwagen für die Karnevalsumzüge. Hier bringt er seine vielfältigen handwerklichen Fähigkeiten voll zur Geltung. Viele, oft einsame Stunden verbrachte Wolfgang Titzer dafür in zugigen und ungeheizten Hallen. 

Sein karnevalistisches Engagement reicht aber noch weiter. Seit über 10 Jahren ist er auch im Festkomitee Bedburger Karneval tätig, heute als einer der Zugleiter.

René Willkomm

2008 – René Willkomm

Im Jahre 1977 trat René Willkomm im zarten Alter von 6 Jahren in das kleine Funkenkorps der BNZ unter Leitung von Hubert Möker ein. Somit wurde der Anfang einer viel versprechenden Karriere in der BNZ auf den Weg gebracht.

René Willkomm wechselte vom Funkenkorps in das Fanfarencorps und erlebte gleichzeitig die Jubelsession 1986/87 von seinem Vater Prinz Gerhard I. als Prägendes Erlebnis für seinen Werdegang in der BNZ.

Nach einer ausbildungsbedingten Pause wurde er in den 90er Jahren stellvertretender Fanfarenkorpsleiter.

1998 wurde er Vizepräsident und 2004 Präsident der Bedburger Narrenzunft von 1886. Dieses Amt bekleidet er bis zum heutigen Tage.

Franz-Josef Esser

2009 – Franz-Josef Esser †

Der diesjährige Große Orden der Bedburger Narrenzunft wird unserem Geschäftsführer Franz Josef Esser verliehen.

Seit über 20 Jahren ist unser Ordensträger nun schon in der Zunft tätig und unterstützt sie mit vielfältigen Aktivitäten. Schon früh wurden Aufgaben im Vorstand im Bereich der Geschäftsführung übernommen und später auch der Weg auf die Bühne gesucht.

Als aktives Mitglied der Funken erfuhr Franz-Josef Esser, dass das schönste Gefühl des Karnevalisten der tosende Applaus nach einem gelungenen Auftritt ist. 

Das Tosen findet sich bei ihm mittlerweile aber auch im privaten Bereich, da er an der harten Nordseeküste ein Feriendomizil sein eigen nennen kann, wo er mit Frau Marie-Theres und den beiden Söhnen Carsten und Dominik Kraft tankt. Nicht zu vergessen ist natürlich sein Hund „Bootsmann“, der Franz-Josef regelmäßig durch die steifen Brisen geleitet.

Der karnevalistische Virus des Ordensträgers hat aber in der ganzen Familie um sich gegriffen, da die beiden Söhne als Spieß und Tanzoffizier sowie als Fanfarenchorleiter ebenfalls in der BNZ ihre Freizeit verbringen.

Franz-Josef Esser wäre aber kein Karnevalist mit Leib und Seele, wenn er nicht auch den Traum eines Trifoliums geträumt und sich diesen im Jahre 2005/2006 als Prinz Franz-Josef 1. erfüllt hätte. Diesen Prinzen zeichnete seine Begeisterung für die geschliffene Reimrede aus, der für jeden Auftritt die passenden und ganz persönlichen Verse auf Lager hatte.

Die BNZ bedankt sich für diese Leistungen mit dem Großen Orden 2008/2009.

Manfred Ruland

2010 – Manfred Ruland

Das Besondere an einer Traditionsgesellschaft ist nicht nur ihr Alter oder der Entstehungszeitpunkt, sondern vor allen die Einstellung der Mitglieder zur Pflege und Wertschätzung gegenüber dieser Tradition.

Der diesjährige Ordensträger ist dieser Aufgabe sowohl familiär als auch in seinem persönlichen Wirken intensiv verbunden.

Auf den Spuren seines Vaters Alfred Ruland, der schon seit der Session 1933/34 zunächst als erstes Mariechen und später als Kommandant und Ehrenkommandant, die Inhalte einer Traditionsgesellschaft lebte und weitergab, engagierte sich auch Manfred Ruland ab 1980 als Mentor und Bindeglied der Stadtwache. Veranstaltungen, wie die des berühmten Schlachtfests oder die Abende in der Anglerhütte, waren Ereignisse, bei denen Manfred Ruland stets die entscheidende Rolle spielte und auch heute noch spielt, ohne aber die Anerkennung auf der großen Bühne zu suchen. Das Wirken im Hintergrund, jedoch immer mit einem feinen Gespür für die Belange und die Bedürfnisse seiner Stadtwache, sind die besonderen Merkmale, die den Ordensträger auszeichnen.

Deshalb ist der Ehrenkommandant der Stadtwache auch ohne eine Uniform eine bemerkenswerte Autoritätsperson mit Feinsinn, der voll­ kommen ohne Drill und Kommandos auskommt.

Für diese Lebensleistung ehrt die BNZ Manfred Ruland mit dem Großen Orden.

Dr. Georg Kippels

2011 – Dr. Georg Kippels

In diesem Jahr beschloss der Ordensrat, den großen Orden an den ersten Vorsitzenden der Narrenzunft zu verleihen.

Seit seinem Eintritt in die Zunft, im Jahre 1990, war sich unser Ordensträger zu keiner Zeit zu schade, seine Fähigkeiten in den Dienst der Gesellschaft zu stellen.

Sein Mitwirken als Funke in der Stadtwache, die Planung und Durchführung unvergessener Sommerfeste im Garten des Hauses Kippels, wie auch die Mitbegründung des Offizierkorps der Narrenzunft sind nur einige Zeugnisse seines Arbeitseinsatzes.

Sehr schnell reifte der Wunsch, doch einmal in einem Trivolium als Prinz auf der Bühne zu stehen. In Erinnerung bleiben den Jecken die Auftritte im Rittersaal, als 1996/97 zum 111 jährigen Bestehen der Narrenzunft Prinz Georg I mit Bauer Paul und Jungfrau Norberta nebst großem Gefolge durch die Säle zog.

Seit nunmehr 15 Jahren ist unser Ordensträger im Vorstand der BNZ tätig. Nachdem er seine Lehrjahre als stellvertretender Vorsitzender unter „GOTT Vater“ verbracht hatte, wurde er 2001 zum 1. Vorsitzenden der Bedburger Narrenzunft gewählt. Diesen Vorsitz erfüllt Dr. Georg Kippels mit großer Sorgfalt und zum Wohle „seiner“ Zunft.

Die Bedburger Narrenzunft bedankt sich für die bisher erbrachte Leistung mit dem großen Orden der Session 2010/2011.

Heinz-Josef Sterken

2012 – Heinz Josef Sterken

Es war im Jahre 1996 als bei Heinz Josef Sterken das Samenkorn des Karnevals eingepflanzt wurde, das in der Zwischenzeit zu einem stattlichen Baum gereift ist.

Bereits nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass HJ Sterken kein Mann von großen Worten ist, sondern er nicht nur ein besonderes Gespür dafür hat, wo dringend und tatkräftig angepackt werden muss, sondern genau das tut er dann auch. Da er außerdem alles andere als kontaktscheu ist, war die Integration in die Stadtwache binnen kürzestes Zeit vollzogen.

So nimmt es auch nicht wunder, dass er sich für die Session 2005/2006 von seinem Freund, dem viel zu früh verstorbenen Franz Josef Esser, für die Rolle des Bauern im Dreigestirn begeistern liess. Diese Aufgabe war ihm auf den Leib geschneidert und mit verschmitztem Lächeln und beherzt geführtem Dreschflegel eroberte er die Herzen des Publikums im Sturm.

Nach diesem Ausflug ins Rampenlicht kehrte Heinz Josef Sterken ohne Zögern wieder ins operative Geschäft der Zunft zurück und wurde schnell als stv. Vorsitzender unverzichtbares Mitglied des Vorstandes sowie des Offizierkorps. Dies hindert ihn aber nicht daran, selbst bei der TÜV-Prüfung unserer Wagen, bei allen technischen Fragen sowie auch beim Würschtl-Grillen beim Weihnachtsmarkt tatkräftig Hand anzulegen. „Geht nicht, gibt’s nicht“ ist die eigentliche Lebensphilosophie des Ordenträgers und es konnte bislang auch noch keine Aufgabenstellung gefunden werden, die er nicht mit Bravour und Präzision gemeistert hätte.

Und wenn er mal wirklich von Karneval die Nase voll haben sollte, schwingt er sich auf sein Motorrad und macht die Eifel unsicher. Ein Karnevalist aus Leidenschaft und ein ganzer Kerl aus Schrot und Korn.

Wolfgang Correnz

2013 – Wolfgang Correnz

Angefangen hat alles damit, dass die BNZ für Ihre Veranstaltungen jemanden brauchte, der die Bespaßung durch Musik übernahm.

So sorgte Wolfgang Correnz bei BNZ-Sitzungen und Schlachtfesten mit seinem guten Gespür für die passende Musik für perfekte Unterhaltung.

Im Jahr 1993 entschloss sich Wolfgang Correnz als aktives Mitglied in die Bedburger Narrenzunft einzutreten.

Von diesem Zeitpunkt an legte er ein besonderes Augenmerk auf die junge Generation und so reifte der Gedanke in ihm, eine Veranstaltung für die Jugend zu organisieren.

Seit nunmehr 15 Jahren findet freitags nach Weiberfastnacht mit großem Erfolg die „BNZ-Karnevalsfete“ statt.

Für den Bedburger Karneval agierte er neun Jahre als Präsident des Festkomitees Bedburger Karneval und als Organisator des Karnevalsumzuges.

Wolfgang Correnz ist seit 20 Jahren für die Zunft tätig und wirkt bei allen Festen mit in der ersten Reihe. Ob Sommerfest, Oktoberfest, Hüttengaudi oder Weihnachtsmarkt, stets ist er zur Stelle und sorgt am liebsten und gerne für das leibliche Wohl der Gäste.

Der karnevalistische Virus ergriff unseren Ordensträger immer mehr und so reifte in ihm der Wunsch einmal in einem Trifolium auf der Bühne zu stehen.

In der Session 2000/2001 war es dann soweit. Prinz Wolfgang der I, Bauer Fritz und Jungfrau Bertina sowie alle Jecken erlebten „en Superjeile zick“. Sein Herzenswunsch hatte sich erfüllt: „Einmol Prinz zo sin“. 

Seit dem Jahr 2004 ist unser Ordensträger Vizepräsident der BNZ und ein Karnevalist aus Leidenschaft.                             [Chronik 2012-13]

2014 – Markus Pütz

Markus Pütz trat 1980, vermutlich auf Geheiß seines Onkels Hans Schievenbusch, in die Bedburger Narrenzunft ein.

Von der ersten Stunde an war er Mitglied der Fanfaren. Zu Beginn spielte er Wirbeltrommel. Nach einiger Zeit lernte er die Posaune zu spielen, und stieg dann auf das Tenorhorn, welches er heute noch spielt, um.

Der im Broich geborene Landwirt ist in den Reihen der BNZ jemand, auf den man sich verlassen kann. Der eher ruhige Markus ist stets da, wenn man in braucht.

Viele Jahre hat er mit seinem Traktor einen der BNZ-Wagen beim Karnevalszug gezogen.

Auch heute noch ist er ein verläßlicher Teilnehmer der Proben unsers Fanfarencorps. Seine Leidenschaft hat Markus Pütz seinem Sohn Christopher vererbt, der ebenfalls Mitglied unseres Fanfarencorps ist und dort Trompete bläßt.

Die Bedburger Narrenzunft bedankt sich bei Markus Pütz für seine langjährige Arbeit mit dem großen Orden 2013/2014.

Bebber Alaaf     [zur Chronik]

2015 – Lothar Büntgen

Lothar Büntgen trat 1965 in die Bedburger Narrenzuft ein.

Zu Beginn war er Mitglied im Fanfarencorps und spielte eine Landsknecht-Trommel. Dies war zu einer Zeit, als Rot und Blau noch ein gemeinsames Fanfarencorps unterhielten.

Das berufliche Engagement des Bedburger Gastronoms ließ aber bald eine regelmäßige Teilnahme an Proben und Auftritten nicht mehr zu. Der Rheinische Hof, den er mit seiner Frau Regina führt, brauchte halt seine ganze Kraft.

Ob bei den Schirmherrenessen oder den traditionellen Fischessen der BNZ am Karnevalsdienstag hat man immer das Gefühl im Hause Büntgen gut aufgehoben zu sein. Seine Verbundenheit zur BNZ ließ keine lange Überlegung zu, Senator der BNZ zu werden.

Die Bedburger Narrenzunft bedankt sich bei Lothar Büntgen für seine langjährige Arbeit und Zugehörigkeit mit dem großen Orden 2014/2015.

Bebber Alaaf                                    [zur Chronik]

2016 – Christoph Görgens

Christoph Görgens trat 1996 nach sehr intensiver Überzeugungsarbeit durch Freunde als aktiver Karnevalist in die BNZ ein.

Seit dieser Zeit ist er Mitglied im Fanfarencorps und spielt dort mit sichtlicher Freude und großem Können seine Trompete. Der gelernte Dachdecker- und Bauklempnermeister ist als Chef des allseits bekannten Bedburger Bedachungsunternehmen Görgens tätig.

In der Narrenzunft ist Christoph als sichere Bank im Zusammenhang mit der BNZ- Karnevalsfete, deren Durchführung er von Anfang an tatkräftig unterstützt und mit gestaltet hat, zu finden.Er fungiert auch als Transportlogistiker für die diversen BNZ-Veranstaltungen und organisiert, dass alles Zubehör zuverlässig und sicher den Zielort erreicht. Als Dachdeckermeister ließ er es sich selbstverständlich auch nicht nehmen den Bau unserer Wagenhalle zu unterstützen.

Was ihm das Fanfarencorps bedeutet, kann man wohl durch das mehrfache Sponsoring von Orden ermessen. So wurde der Sessions-Orden 2001/02 zum 20-jährigen Fanfarencorps-Jubiläum in Gänze sowie der Orden der Session 2011/12 zur Hälfte von ihm gespendet.Nicht zuletzt war Christoph Kopf einer Spendensammlung, deren großzügiger Erlös zur Anschaffung eines Sousaphons genutzt wurde. Auch bei der Planung und Durchführung des ersten BNZ-Senatorenballs im November 2015 war Christoph nicht nur mit Rat bei der Planung, sondern auch mit Tat bei der Durchführung zugegen.

Die BNZ freut sich besonders über die Vergrößerung der Familie, seitdem Christophs Töchter, Anna und Franziska, bei den BNZ-Pänz mittanzen, bei deren Leitung sich auch seine Frau Alexandra engagiert. Die Bedburger Narrenzunft bedankt sich bei Christoph Görgens für seine äußerst tatkräftige Unterstützung und seine langjährige Zugehörigkeit mit dem großen Orden der Session 2015/2016.

Bebber Alaaf!                                                    [zur Chronik]

2017 - Jacky Hohenschon

Es ist für die Bedburger Narrenzunft immer eine Große Freude, wenn wir für besondere Verdienste in der Zunft den Großen Orden verleihen können. Der Ordensrat, bestehend aus verdienten Zünftlern, die selbst alle schon den Orden verliehen bekommen haben und daher über den Maßstab der Verleihung bestens unterrichtet sind, tagt geheim und ist in der Vergangenheit stets zu weisen Entscheidungen gekommen.

Mit der Verleihung an Jacky Hohenschon konnten aber einige Faktoren gewürdigt werden, die in dieser Kombination außergewöhnlich und deshalb recht selten sind.

Die mehr offenkundige Besonderheit ist der Umstand, dass Jacky trotz seines doch noch relativ jugendlichen Alters von 68 Jahren schon seit 50 Jahren Mitglied der Zunft ist und nun den 50. Großen Orden erhält.

Der Eintritt in die BNZ dürfte allerdings kein Akt eines freiwilligen Entschlusses gewesen sein, sondern folgte vermutlich mehr dem Ruf seines Vaters Josef Hohenschon, der der Zunft bereits verschrieben war. Außerdem stand die Neugründung des Fanfarencorps an. Da die Volljährigkeit ein wichtiges Kriterium für den Bühnenauftritt war, verstärkte Jacky die Fanfaren unter der Leitung von Willy Ludwig für viele Jahre. Eine ebenfalls in den früheren Jahren zweckmäßige Verbindung – insbesondere zu unserem Ehrenvorsitzenden Hans Schievenbusch – war die Jägerei, der Jacky auch heute noch begeistert nachgeht.

Diese glückliche Kombination zweier Passionen hat dazu geführt, dass Jacky Hohenschon sich immer - allerdings vorzugsweise im Hintergrund – der Zunft verbunden sah und diese nach Kräften unterstützte.

Dies führte dann geradezu zwangsläufig zur Ernennung zum Senator, dessen Aufgabe Jacky auf den Leib geschneidert war: im Geiste der Zunft denken und in der Stille handeln. Jackys Treue zur Wahrnehmung der Termine ist absolut mustergültig.

Wen wundert es deshalb, dass es Jacky Hohenschon als Mitinitiator in der Sinn kam, zur Belebung der gesellschaftlichen Aktivitäten den Ball der Senatoren ins Leben zu rufen.

Jacky Hohenschon ist das Paradebeispiel für den stillen Förderer und Ideengeber der Zunft, wofür wir uns mit dem großen Orden bedanken dürfen.

Bebber Alaaf         [zur Chronik]

 

 

2018 - Hermann Josef Platzbecker

Großer Orden 2018 für Hermann Josef Platzbecker

Der Große Orden der Bedburger Narrenzunft wird an Mitglieder verliehen, die in besonderer Weise den Geist des Bedburger Karnevals gelebt und gefördert haben. Schaut man sich die Liste der Ordensträger kann, stellt man sehr unterschiedliche Charaktere fest, zu denen wir in diesem Jahr eine weitere besondere Persönlichkeit hinzufügen. Die Hinwendung von Hermann Josef Platzbecker zur BNZ erfolgte in einer Form, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht ungewöhnlich war. Eine Gruppe aus dem stadtbekannten Kegelclub „Schön Säu“ war der Zunft schon innerlich verbunden und wurde dann von unserem legendären Vorsitzenden Hans Schievenbusch als geeignet befunden, das Bedburger Dreigestirn zu stellen. So war es dann mit Eduard Pelzer als Prinz, Friedel Platzbecker als Bauer und Hermann Josef Platzbecker als Jungfrau im Jahre 1990/91 geschehen. Die Session wurde durch den Golfkrieg überschattet, was den Ausfall des Umzugs zur Folge hatte und zur einer in der Geschichte einmaligen Doppelsession für das Dreigestirn führte. Nach der Session bekannte sich H.J. Platzbecker als Senator zur Zunft und war ab diesem Zeitpunkt als stiller Förderer, tatkräftiger Unterstützer mit Material und Fahrzeugen und in seiner unnachahmlichen Art als Ratgeber nicht mehr wegzudenken. Die Besonderheit besteht hierbei darin, dass H.J. Platzbecker ein Freund des klaren Wortes ist und er Diskussionen über seine Meinung eher weniger zulässt. Das Positive daran ist aber, dass er grundsätzlich für jede Neuerung offen ist und diese dann auch nach Kräften unterstützt. So geht auch der Ball der Sterne der Senatoren entscheidend auf eine Anregung von H.J. Platzbecker zurück, der die dringende Notwendigkeit sah,  das Wirken und die Rolle der Senatoren neu zu beleben. Beispielhaft ist auch seine Zuverlässigkeit in der Wahrnehmung der Zunft-veranstaltungen, was er auch kompromisslos bei seinen Mitstreitern einfordert. Nicht zuletzt ist auch sein Gespür für Veränderungen und Strömungen mit der Nase eines Jagdhundes zu vergleichen, was ihn immer zu einem wertvollen Ratgeber für den Vorstand gemacht hat.

Wir ehren mit dem Großen Orden H.J. Platzbecker für seine jahrzehntelange Unterstützung der BNZ v. 1886.

Bebber Alaaf                                      [zur Chronik]